16.07.2026
Hessen will die Steuerverwaltung weiter digitalisieren und setzt dabei verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI). Finanzminister Alexander Lorz (CDU) stellte im Finanzamt Gießen die beiden eigens entwickelten KI-Anwendungen MAXi und KIBUS vor, die über den bundesweiten KONSENS-Verbund künftig auch anderen deutschen Steuerverwaltungen zur Verfügung stehen sollen.
Nach Angaben des hessischen Finanzministeriums sollen die Programme die Steuerfahndung im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Steuerkriminalität unterstützen. Die KI-Anwendungen ermöglichten eine schnellere und präzisere Bearbeitung von Steuerfällen. Durch die automatisierte Auswertung von Dokumenten, die Unterstützung bei Recherchen, die Erkennung von Mustern und die Unterstützung bei der Aufklärung komplexer Sachverhalte trügen sie dazu bei, Steuerhinterziehung systematisch zu erkennen und zu bekämpfen. Die Verantwortung für die fachliche Entscheidung bleibe dabei aber stets bei den Beschäftigten – die KI liefere lediglich Vorschläge und Informationen.
Lorz betonte, Steuergerechtigkeit sei eine zentrale Voraussetzung für das Vertrauen der Bürger in den Staat. Künstliche Intelligenz solle dabei als Werkzeug dienen, um die zunehmende Komplexität von Betrugsmodellen besser zu bewältigen. Mit MAXi und KIBUS werde menschliche Fachkompetenz mit moderner Technologie verbunden, um den Steuervollzug effizienter und gerechter zu machen.
Die in Hessen entwickelten KI-Lösungen sollen künftig bundesweit zur Bekämpfung von Steuerkriminalität eingesetzt werden.
Finanzministerium Hessen, PM vom 14.07.2026